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Kita-Planung Wiebelsheim schafft es auf Platz 1

Laudert, den 26.09.2019

Eine weitere wichtige Hürde hat die geplante neue Kindertagesstätte in Wiebelsheim genommen. Am vergangenen Mittwoch billigte der Jugendhilfeausschuss des Kreises die Planung und setzte sie auf Platz 1 seiner Prioritätenliste.

 

Seit etwa einem Jahr beschäftigen sich die Ortsbürgermeister von Perscheid, Laudert und Wiebelsheim sowie eine Arbeitsgruppe mit dem Projekt. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Jäckel aus Oberwesel legte im August erste Pläne vor, die in den letzten Wochen von den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden gebilligt wurden.

Die neue Kita für vier Gruppen soll in der Ortsmitte von Wiebelsheim unmittelbar gegenüber der Kirche, dem Bürgerhaus und dem Dorfplatz entstehen. Die Planungsdetails, wie zum Beispiel eine gestaffelte Spielstraße über zwei Geschosse oder der umfassende Einsatz regenerativer Energiequellen, zeigen, dass die drei Gemeinden auf eine moderne Kita-Konzeption setzen.

"Wir rechnen mit Kosten für die neue Kindertagesstätte in Höhe von rund 4 Mio. Euro, wobei wir bewusst bestimmte Unsicherheiten mit berücksichtigt haben", erläuterte der Wiebelsheimer Ortsbürgermeister Michael Brennemann. Der weitaus größte Kostenanteil entfällt auf Wiebelsheim, das aber auch Standortgemeinde sein darf.

Winfried Erbes, Ortsbürgermeister aus Laudert, betont, dass das Projekt auch für seine Gemeinde ein großer Brocken sei. Der dortige Gemeinderat stehe jedoch hundertprozentig hinter dem Projekt, weil eine ortsnahe, neue und moderne Kita die Attraktivität der Gemeinde aufwerte. "Das passt zu den großen Wohnbauflächen, die wir insbesondere jungen Familie anbieten", argumentiere der Lauderter Ortsbürgermeister.

Ähnlich sieht es Kurt Müller, Ortsbürgermeister aus Perscheid: "Auch wir werben für unser Neubaugebiet mit dem Hinweis auf den Kita-Neubau in Wiebelsheim", so Kurt Müller.

Wie geht es weiter? Nachdem der Jugendhilfeausschuss das Projekt so positiv bewertet hat, geht es als nächstes um die Frage, in welcher Höhe Kreis-, Landes- und Bundeszuschüsse zur Verfügung gestellt werden. "Im Frühjahr werden wir möglicherweise schon wissen, welche Zuschüsse uns gewährt werden", meint Manfred Heeb, der die Aktivitäten rund um das Thema Kita von Beginn an gemeinsam mit dem früheren Lauderter Ortsbürgermeister Arnold Grings koordiniert. "Im besten Fall wäre es dann möglich, im zweiten Halbjahr 2020 die Planung fertigzustellen, die Baumaßnahme auszuschreiben und im Jahr 2021 zu beginnen", so Manfred Heeb abschließend.

Jedenfalls ist die Vorfreunde auf die neue Kita in den beteiligten Gemeinden schon zu spüren. Bis dahin liegt aber noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen. Dazu gehört auch die angestrebte einvernehmliche Auflösung des bestehenden Kindergartenzweckverbands, an dem noch die Ortsgemeinde Damscheid beteiligt ist. Ferner ist die Frage der Betriebsträgerschaft zu klären. In Betracht kommt hier ein kommunaler Träger, aber auch das Deutsche Rote Kreuz, das sich sehr in die bisherigen Planungen mit eingebracht hat.

Noch nicht endgültig entschieden ist auch die Frage, ob der Dorftreff Wiebelsheim an die neue Kita angebunden wird. "Der Dorftreff könnte dann Informationsbörse für die Kita und die drei beteiligten Gemeinden sein", schwärmt Ortsbürgermeister Brennemann abschließend.

 

Foto: Das Bild zeigt die Südseite der geplanten Kindertagesstätte mit angeschlossenem Dorftreff. (Quelle: jäckel architekten, Oberwesel)