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Waidmannsheil - oder wie man ein Tor fängt

Laudert, den 02. 05. 2021

Zuletzt berichteten wir über Ereignisse, die Jahre oder gar Jahrzehnte in unserer 100-jährigen Vereinsgeschichte zurückliegen. Aber seit einigen Tagen ist unsere Historie um eine weitere Kuriosität reicher. Eine Whatsapp-Nachricht eines aufmerksamen Vereinsmitglieds informiert über ein kaputtes Tornetz am Lauderter Sportplatz, was bei einem wenige Monate zuvor neu angebrachten Exemplar doch den Vorsitzenden stutzig macht: Hat jemand die Mainacht zu Blödsinn genutzt oder was ist passiert? Die Inaugenscheinnahme zeigt, dass in der Tormitte ein größeres Loch klafft, die Rahmen inkl. Netzhaltern querbeet hängen und jede Menge Spuren in der "Roten Erde" vorliegen - hier waren rohe Kräfte am Werk?!

 

Doch die Ursache ist schnell klar. Ein Hirsch hatte sich im Netz verfangen und in Panik immer mehr verheddert, so dass er nicht mehr aus eigenen Stücken frei kam. Entschlossen eilte unser Nachbar Frank dem wohl seit längerem mit dem Tor kämpfenden Tier zu Hilfe und schnitt das im Geweih verknotete Netz durch, woraufhin der Paarhufer sich etwas entkräftet aber zielstrebig über den Simmerbach hinweg von dannen machte. 

 

Es bleiben letztlich aber noch Fragen offen.

  • Die zur Taktik: Wie kann man sich nur so ein Tor fangen?
  • Die zur Einhaltung der Corona-Vorgaben: Handelte es sich um einen (Individual-)Sportler, der einfach nur die Abstandsregeln nicht einhielt und deshalb ins Netz ging?
  • Hatte unser Besucher eine Sehschwäche? Blaue Farben - wie die unseres Tornetzes - werden bei dieser Art von Tieren eigentlich hell leuchtend wahrgenommen.

Wie dem auch sei, das Wildtier konnte dank beherztem Einsatz gerettet werden, wir bestellen ein neues Tornetz und hoffen, dass der Hirsch sich ein anderes (Spiel-)Feld sucht!

 

(Jörg Grings)

 

Bild zur Meldung: Das ramponierte Netz

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